Intel und AMD bekommen doch blühendes Weihnachtsgeschäft

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Ausblick für 2003 trotzdem noch nebulös

Nach AMD hat nun auch der Prozessor-Marktführer Intel seine Umsatzprognosen für das laufende Quartal deutlich nach oben korrigiert. Vor allem ein starkes Geschäft in Asien lasse nun Einnahmen zwischen 6,8 und 7 Milliarden Dollar realistisch erscheinen, meinte CFO Andy Bryant während einer Telefonkonferenz mit Analysten.

Damit hätte sich Intel auf dem Umsatzniveau vom dritten Quartal gehalten oder könnte nun doch um 6 Prozent zulegen. Zuvor hatte der Hersteller seine Aussichten mit nur 6,5 bis 6,9 Milliarden Dollar angegeben.

Auch bei AMD läuft es offenbar besser als erwartet. Mit 700 Millionen Dollar Umsatz würde der Intel-Verfolger sein drittes Quartal um 35 Prozent übertreffen. Eigentlich war nur ein saisonal üblicher Sprung um 20 Prozent angekündigt worden.

Allerdigns warnen Marktbeobachter davor, in den aufgehellten Mienen der Halbleiter-Hersteller schon eine deutliche Konkjunktur-Umkehr der IT-Branche zu sehen. Denn die Umsätze seien jetzt darauf zurückzuführen, dass der Markt nicht so stark eingebrochen sei wie es die ursprünglichen Prognosen zugrunde legten.

Tatsächlich ist die Nachfrage der Verbraucher im wichtigen Weihnachtsgeschäft in diesem Jahr nicht ganz so schlecht wie befürchtet. Und: Die öffentlichen Auftraggeber verwenden die Reste ihrer Budgets offenbar trotz angespannter Haushaltslage allerorten doch wieder für kleinere Neuanschaffungen.

Von einem substanziellen Aufschwung könne man aber tatsächlich erst sprechen, wenn auch die Unternehmenskunden wieder in großem Stil einkaufen, meinen die Analysten. Die Hoffnungen für 2003 ruhen nun teilweise auf Microsoft: Der Software-Hersteller stellt im kommenden Jahr seinen Support für Windows 98 und NT ein. Viele Kunden könnten das fällige Betriebssystem-Update mit dem Kauf neuer Hardware verbinden, so die Überlegungen bei AMD und Intel, weil zudem größere Upgrades in den vergangenen beiden Jahren aufgeschoben wurden.