Entlassungen jetzt auch bei Actebis

CloudEnterpriseServer

Dramatischer Umsatzrückgang fordert Konsequenzen…

Deutschlands größter Computer-Großhändler, die Actebis-Gruppe aus Soest, plant nun auch einen Arbeitsplatzabbau. Wie aus dem Unternehmen verlautete, sollen von den insgesamt 2600 Stellen in Europa 200 gestrichen werden. Grund dafür sei die anhaltend schlechte Nachfrage auf dem europäischen IT-Markt, hieß es.

Besonders die deutschen Standorte sind von den Plänen der Geschäftsleitung betroffen. 160 bis 170 Arbeitsplätze in Deutschland sollen dem Sparzwang zum Opfer fallen. Allein 100 Stellen werden in der Einkaufsabteilung der zu Actebis gehörenden Peacock GmbH in Bad Wünnenberg-Haaren gestrichen. Außerdem sollen die Verkaufsbüros in München und Hamburg geschlossen werden.

Eine Sprecherin des Unternehmens erklärte, bei Unternehmen würden Investitionen in Computer-Hardware wegen der schlechten Konjunktur aufgeschoben. Und das macht sich bei den Geschäftszahlen von Actebis deutlich bemerkbar: Für 2002 rechnet die Gruppe mit einem Umsatzrückgang von rund 10 Prozent auf 3,6 Milliarden Euro. Vor einem Jahr hatte das Unternehmen in einigen Geschäftsbereichen bereits Kurzarbeit eingeführt.

Das Privatkundengeschäft allerdings läuft offenbar zufriedenstellend. Hier sei Actebis mit der Eigenmarke Targa gut im Geschäft, sagte die Sprecherin.