HP muss seine Erwartungen herunterschrauben

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Analysten sind nicht überrascht…

Angesichts der Branchenkrise muss nun auch der Computerkonzern Hewlett-Packard seine Erwartungen für das Jahr 2002 senken. Wie es aus dem Unternehmen hieß, gehe man von einer Umsatzsteigerung von nur mehr 2 bis 4 Prozent aus. Zuvor hatte der Konzern noch von einem Wachstum von 4 bis 6 Prozent gesprochen. Auch der operative Gewinn wird voraussichtlich niedriger ausfallen als vorausberechnet: Im Juni hoffte HP noch auf ein Plus von 6 bis 8 Prozent, nun hieß es, man gehe von einer Steigerung von maximal 7 Prozent aus.

Für Analysten kommt die Meldung von HP nicht überraschend. “Grundsätzlich haben wir das erwartet”, meint etwa Andrew Neff, Analyst des Beratungshauses Bear Stearns. Schließlich habe sich die allgemeine wirtschaftliche Lage in den vergangenen Monaten weiter verschlechtert.

Hinsichtlich der prognostizierten Einsparungen scheint HP allerdings im Zeitplan zu liegen. Aus dem Konzern hieß es, man erwarte für das laufende Geschäftsjahr ein Einsparungsvolumen von 3 Milliarden Dollar. Erst vor einem Monat hatte das Unternehmen bekannt gegeben, dass die Zahl der Jobkürzungen mittlerweile bei knapp 18 000 Arbeitsplätzen liege.

HP-Chefin Carly Fiorina zeigt sich für die Zukunft trotzdem zuversichtlich. “Die Wirtschaft ist weiterhin sehr unberechenbar”, so Fiorina. “Im Augenblick sind wir mit unserem Kurs sehr zufrieden.”