IT-Markt: Experten sehen etwas Licht am Ende des Tunnels

CloudEnterpriseServer

Langfristig, gaaaanz langfristig …

Die von Krisen geschüttelte IT-Wirtschaft wird sich nach Ansicht von Experten langfristig wieder erholen. Trotz des Einbruchs bei Beschäftigung sei sie in Deutschland nach wie vor die drittgrößte aller Branchen, sagte Rolf Hochreiter vom Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit am Dienstag in Leipzig. Die Bundesrepublik sei weiter europäische Spitze im e-Commerce. Die Entwicklung hänge in Zukunft wesentlich von Vertrauen und Sicherheit auf Kundenseite ab.

Auf dem so genannten eForum Mitteldeutschland diskutierten am Dienstag in Leipzig mehr als 180 Experten aus Politik, Wirtschaft und Behörden. Im Mittelpunkt standen dabei Probleme der Effizienz und Sicherheit.

“Nicht alles, was technisch möglich ist, erweist sich auch wirtschaftlich als sinnvoll”, sagte der Hauptgeschäftsführer der IHK Ostthüringen, Peter Höhne. Wolfgang Kleinwächter vom Verein Medienstadt Leipzig betonte, es gehe jetzt vor allem darum, wie Produkte und Dienstleistungen der Informationswirtschaft besser die Bedürfnisse der Kunden befriedigen und in deren Unternehmen zur Kostensenkung und Umsatzsteigerung beitragen.

Hochreiter kündigte ein neues Programm der Bundesregierung zum Ausbau der Informations- und Kommunikationstechnologien an. Mit der Initiative “Informationsgesellschaft Deutschland 2006” sollen Chancen für Wachstum und Beschäftigung besser ausgeschöpft werden.

Zu der Krise in der IT-Wirtschaft sagte der Referatsleiter im Bundesministerium: “Die Blase ist geplatzt, jetzt kommen wir auf den Kern und der ist größer als gedacht.” Auf der Anwenderseite sei in Deutschland bei Online-Einkauf und Nutzung des Internets im zu Ende gehenden Jahr weiter ein Wachstum zu registrieren. “Eines Tages wird sich das auch wieder bei den IT-Produzenten niederschlagen.”