Rekordverdächtig: SGIs neuer Supercomputer im Rack

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Packungsdichte macht “Zahlenfresser” transportabel

Einen weiteren Vorstoß im Bereich technisches Computing erhofft sich Workstation-Pionier Silicon Graphics mit einer neuen Maschine seiner Server-Baureihe, der Origin 3900, der sich heute der Fachwelt präsentiert. Dabei hält SGI an die oft schon totgesagte MIPS-Architektur mit eigenen Prozessoren fest. Mit gutem Grund: Die Chips der neuen Generation verbrauchen nur 17 Watt Leistung, was vergleichbar ist mit derzeitigen Prozessoren für Notebooks.

Der niedrige Leistungsverbrauch ist es auch, der eine sehr hohe Packungsdichte in flachen Rack-Einschüben erlaubt. Fanden bisher maximal 32 solcher Prozessor-Einschübe in einem Rack Platz, so sind es in der neuen Baureihe viermal soviel, nämlich 128. Das hat den angenehmen Nebeneffekt, dass Signalwege kürzer sind und damit höhere Taktraten erzielt werden, was wiederum der Leistung förderlich ist.

Damit werden Rechner dieser Leistungsklasse für Anwendungen interessant, die wegen ihrer Anforderungen hinsichtlich Mobilität mit erheblich weniger Rechenleistung als bisher auskommen mussten, zum Beispiel auf Flugzeugen und Schiffen.

Mit der neuen Serie hofft SGI ihre Position trotz der allgemeinen IT-Krise in Bereiche ausbauen zu können, in die nach wie vor – oder neuerdings wieder – verstärkt investiert wird. Dazu gehören neben der Biotechnologie, wo SGI-Maschinen zunehmend für Simulationen eingesetzt werden, die Bereiche Meteorologie und Verteidigung. Die IT-Budgets der US-Verteidigungskräfte dürften im letzten Jahr die einzigen gewesen sein, die deutlich erhöht wurden.