PC-Markt Deutschland: Sieger steht noch nicht fest

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Ganz Westeuropa kränkelt

Nach langer Durststrecke hat sich der deutsche PC-Markt im dritten Quartal 2002 leicht erholt. Nach einer Studie von Gartner Dataquest liegt Deutschland mit einem Wachstum von 12,3 Prozent in dem Dreimonatsabschnitt deutlich über dem Ergebnis des westeuropäischen Markts, der um 6,5 Prozent wuchs.

Aber eine nachhaltige Markterholung ist nach Meinung von Experten noch nicht in Sicht. “12 Prozent sind sicherlich ein gutes Zeichen”, sagte Dataquest-Analystin Meike Escherich am Mittwoch. “Sie müssen aber im Verhältnis zum extremen dritten Quartal des letzten Jahres gewertet werden, als der Markt das schlechteste Ergebnis seit Beginn des PCs verzeichnete.” Die absoluten Zahlen für das dritte Quartal lägen immer noch 5 Prozent unter denen des Vergleichsabschnitt im Jahr 2000.

Als Marktführer erzielte Fujitsu Siemens auf dem deutschen Markt ein Wachstum von 3,1 Prozent und konnte sich mit einem Marktanteil von 19,1 Prozent erneut erfolgreich gegen den Zweiten Hewlett-Packard durchsetzen, der mit einem Wachstum von 18,2 Prozent auf einen Marktanteil von 15,4 kam.

Dell belegt bei einem Wachstum von 9,4 Prozent weiterhin den dritten Platz. Das größte Wachstum verzeichnete Vobis Germany mit 177,7 Prozent. Das deutsche Unternehmen erreichte einen Marktanteil von 5,3 Prozent und verwies damit den taiwanesischen Notebook-Hersteller Acer (5,2 Prozent) auf Platz fünf.

Der deutsche Markt profitiere derzeit weiterhin von dem Interesse der Kunden an Notebooks. “Lagerbestände und Komponenten-Order weisen auf einen gesunden, saisonbedingten Trend für das vierte Quartal hin”, sagte Escherich. Dies bedeute jedoch weder einen ‘Boom’ bei den Konsumenten noch eine deutliche Markterholung. “Die konjunkturbedingte Talsohle, vor allem im Unternehmensbereich, wird voraussichtlich noch bis in das dritte oder vierte Quartal 2003 anhalten”, schätzt Escherich.