Aufbauphase nach Dotcom-Crash

Management

Cisco-Manager sieht Web-Services siegen

Die IT-Branche hat die Talsohle zwar noch nicht komplett durchschritten, doch gibt es Grund zum Optimismus. Diese Aussage stammt von einem Vice President des stark gebeutelten Netzwerkausrüsters Cisco – von Howard Charney.

Am 27. Juli hatte das US-Unternehmen seine Quartalsergebnisse bekannt gegeben. Obwohl der Umsatz niedriger ausfiel als erwartet, konnte das Unternehmen seine Kosten senken und Gewinn sowie Marge steigern. Der Nettogewinn lag bei 772 Millionen Dollar. Das bedeutete eine deutliche Steigerung gegenüber den 7 Millionen Dollar aus dem Vergleichsquartal des Vorjahres. Die Quartalseinnahmen waren im Jahresvergleich von 4,3 Milliarden Dollar um zwölf Prozent auf 4,83 Milliarden Dollar gestiegen.

Doch die Prognose für das laufende Quartal fiel zu diesem Zeitpunkt durchwachsen aus. Cisco erwartet stagnierende oder nur geringfügig wachsende Einnahmen.

Heute zitiert die Online-Publikation “Australian IT” Charney mit einem Verweis auf den typischen Verlauf von Wirtschaftszyklen. Demnach folgt auf eine Rezession eine Aufbauphase. “Die Internet-Pleiten haben zwar vieles zum Stillstand gebracht. Doch bestimmte Techniken sind einfach nicht aufzuhalten. Und dazu gehört ganz sicherlich IP”, sagte Charney vor australischem Publikum.

Das Internet Protocol sei schlichtweg die grundlegende, vereinigende Technik. Wireless over IP aber, also die Infrastruktur für das mobile Web werde sich als die ultimative Inkarnation des Internet entpuppen.

Charney zählt offenbar auch Web-Services zu den technischen Neuerungen, die sich auf jeden Fall durchsetzen. Der Grund: mehr Service für weniger Dollars.