Grid Computing bekommt saftige Vitaminspritze

Management

USA basteln Kern des Supercomputer-Verbunds

Die Arbeiten am weltweiten Computer-Grid kommen möglicherweise schneller voran, als geplant. Denn die amerikanische Behörde für Wissenschaftsförderung NSF hat auf die Finanzierung von 53 Millionen Dollar noch einmal 35 Millionen draufgelegt.

Damit soll das so genannte Tera Grid zu einer ‘Extensible Terascale Facility’ ausgebaut werden. Zunächst werden damit fünf Großrechenanlagen miteinander verbunden. Die Skalierbarkeit im ganz großen Maßstab soll ebenfalls gewährleistet sein, sodass weitere Supercomputer in das Grid später eingebunden werden können.

Damit wird das Grid-Projekt ein wenig greifbarer. Einer der Grid-Aspiranten ist beispielsweise der Teraflops-Rechner des National Center for Supercomputing Applications (NCSA) – ein Cluster aus 12 IBM p690-Servern. Die übergreifende Idee des Grid-Computing ist es, sowohl Rechenleistung als auch Speicherplatz gegenseitig zur Verfügung zu stellen und so Kapazitäten besser auszunutzen.

Die beteiligten Wissenschaftler rechnen derzeit damit, dass ihr Grid in den USA eine Leistung von 20 Teraflops erreichen kann. Der momentan größte Supercomputer, der NEC Earth Simulator in Tokio, bereits 36 Teraflops. IBM hat allerdings schon Aufträge in der Tasche, Systeme mit 100 und – später – 360 Teraflops zu bauen. Das sind 360 Billionen Fließkommaberechnungen pro Sekunde.