EDS will bescheidener werden

Management

Kleinvieh macht auch Mist

Der weltgrößte Dienstleister im IT-Umfeld, EDS, will nach einem spürbaren Einknicken der Cashflow-Menge auch kleinere Verträge abschließen, als es die Fachwelt bislang von dem Konzern gewohnt war. Als Platzhirsch hatte der Konzern selbst in den letzten beiden mageren Jahren Verträge über zweistellige Milliardenbeträge mit fünf und mehr Jahren Laufzeit abgeschlossen. Zuletzt stellte sich der Konzern als Preferred Bidder bei dem französischen Industrieunternehmen Alstom auf.

Analysten hatten aber schon lange gewarnt: Die Großprojekte seien zu teuer. Bevor sie Geld brächten, koste die Anschubphase erst mal richtig viel. Diese zeitverzögerte Einnahmepolitik habe auch zu der jetzt beklagten Delle im Geldstrom geführt, klopfen sie sich selbst auf die Schulter.

Einstweilen will man aber bei EDS von einem Abschied von den Löwenteilen im Markt nichts wissen. Vielmehr selektiere das Unternehmen künftig stärker, welche Projekte tatsächlich sicher seien. Mit einem Auge wolle der Konzern künftig immer den Cashflow und die Polsterung der eigenen Geldbörse im Blick behalten, ließ ein Unternehmenssprecher wissen.