Telekoms Ricke räumt auf

Management

Vorstand wird tatsächlich kleiner

Nach der Berufung von Kai-Uwe Ricke zum neuen Konzernchef geht das Stühlerücken im Vorstand des Telekom weiter. Gerd Tenzer werde noch in dieser Woche aus der Führungsmannschaft ausscheiden, teilten die Bonner mit.

Der 59 Jahre alte Manager gehörte dem Telekom-Vorstand seit 1990 an und war dort unter anderem für Netze, Umwelt, Produktion und Technik zuständig. Nach dem Rücktritt von Ron Sommer war Tenzer sogar zum stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden aufgestiegen.

Tenzer soll dem Unternehmen allerdings weiterhin als Sonderbeauftragter für Telekommunikations- und Wettbewerbspolitik beim Vorstandsvorsitzenden verbunden bleiben. Wie kein anderer habe er das Unternehmen auf dem Weg der Marktliberalisierung geprägt und gestaltet. Unter seiner Ägide habe sich Deutschland zu einer ersten Adresse der TK-Infrastruktur entwickelt, erklärte Ricke.

Das Ausscheiden von Tenzer, der sich auch um den Verkauf des TV-Kabelnetzes gekümmert hat, kam nicht überraschend. Ricke hatte bei seiner Ernennung unter anderem eine Verschlankung des Vorstands angekündigt. Dem Aufsichtsrat soll Ricke nun weitere Vorschläge zur personellen Veränderung an der Konzernspitze vorlegen. Erwartet wird dabei auch das Ausscheiden der Vorstandsmitglieder Jeffrey Hedberg (Internationales) und Max Hirschberger (Strategie).