Microsoft schickt nur ein Client-Longhorn ins Rennen

Management

Schonzeit für die Admins

Der geplante Windows XP-Nachfolger Longhorn wird ausschließlich als Client-Betriebssystem auf den Markt kommen. Diese aufsehenerregende Information zur Microsoft-Roadmap ist auf dem hauseigenen IT-Forum in Kopenhagen an die Öffentlichkeit gelangt.

Die Windows-Verantwortlichen begründen diese Strategie mit Rücksichtnahme auf ihre Kunden: So bald nach der Einführung von ‘Dotnet Server 2003’ im kommenden Jahr wolle man keinem IT-Leiter ein erneutes Server Release zumuten, heißt es.

Allerdings soll Longhorn ohnehin ein völlig neues Dateisystem verpasst bekommen. Und das erfordert dann weit reichende Eingriffe ins Server-Betriebssystem. Zu erwarten sei deshalb parallel zur Einführung des XP-Nachfolgers – Mitte bis Ende 2004 – so etwas wie ein aufgeblasenes Service-Pack oder gar ein eigenständiger Zusatz zu Dotnet Server.

Ein neues Server-Release ist dann erst für die darauf folgende OS-Generation geplant. Beobachter unken deshalb schon, die Anwender könnten sich jetzt schon einem Umstieg auf Dotnet-Server verweigern, um auf Windows 2000 so lange sitzen zu bleiben, bis Longhorn denn da ist. Getreu der Devise: “Wenn ich meine Systeme schon neu aufsetzen muss, dann bitte alles in einem Aufwasch.”

Interessant wird diese Entwicklung besonders durch die seit diesem Sommer veränderten Lizenzbedingungen: Wegen des automatischen Update-Systems bezahlen die Unternehmen zwar für das Software-Release – installiert wird’s aber unter Umständen gar nicht.