IBM und Sharp dienen Linux-PDA dem Unternehmen an

Management

Herausforderung aus dem Uhrenladen

Nach mehreren Versuchen kleinerer Hersteller und Softwarehäuser wollen jetzt die beiden Dickschiffe IBM und Sharp das Open-Source-Betriebssystem Linux auf dem PDA gesellschaftsfähig machen. Ein entsprechendes Gerät – Zielgruppe: Unternehmenskunden – soll Mitte des kommenden Jahres auf den Markt kommen, teilen die Unternehmen gemeinsam mit, nachdem sie einen Kooperationsvertrag unterzeichneten.

Allerdings ist die Hardware nicht neu. Sharp ist bereits seit einiger Zeit mit dem Linux-PDA Zaurus auf dem Markt – mit äußerst mäßigem Erfolg.

Linux sei auch im PDA-Markt das Pferd, auf das man setzen müsse, heißt es bei IBM, weil Anwendungs-Entwickler an diese Plattform eben viel leichter andocken könnten. Größtes Verkaufsargument soll aber der drahtlose Zugriff auf Datenbank-Inhalte sein, später auch die Spracherkennung auf dem PDA.

Neue Konkurrenz droht den alteingesessenen Herstellern wie auch den PDA-Aspiranten nun allerdings auch vom Uhrenhersteller Fossil. Nach einem ersten Versuch im vergangenen Jahr hat das Unternehmen jetzt einen PDA auf Basis von Palm-OS angekündigt, der wie eine Armbanduhr zu tragen sein soll.

Während der Computer einen Arbeitsspeicher von 2 MB mitbringt, ist der Bildschirm mit 160 auf 160 Pixeln so klein wie ein herkömmliches Handy-Display. Allerdings lassen sich nach Angaben des Herstellers auf der modifizierten Plattform auch Texteingaben mit Schrifterkennung realisieren.

Analysten in den USA äußerten sich allerdings zunächst skeptisch zum Konzept der verschmolzenen Geräte. Die Akzeptanz für den Armband-PDA sei möglicherweise seht gering. Fossil will das Gerät im kommenden Frühjahr auf den Markt bringen.