Deep Fritz kann Schachweltmeister nicht bezwingen

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Unentschieden nach acht Partien

Das Schachturnier “Mensch gegen Maschine” zwischen dem Computer Deep Fritz und dem russischen Weltmeister Wladimir Kramnik ist mit einem Remis zu Ende gegangen. Nach der achten und letzten Partie stand es damit am Wochenende in Bahrein unentschieden.

Jeder der beiden Kontrahenten konnte zwei Partien für sich entscheiden, die anderen vier endeten Remis. Kramnik bot am Ende des zweiwöchigen Turniers erneut ein Unentschieden an. Deep Fritz akzeptierte nach nur 21 Zügen und zwei Stunden Spielzeit, der kürzesten Begegnung.

Deep Fritz wurde von einem Hamburger Entwicklerteam konfiguriert. Dabei handelt es sich im Grunde genommen um eine handelsübliche Software für Schachspiele und einen Rechner mit Standard-Komponenten.

Vor vier Jahren stand dem damals amtierenden Schachweltmeister Garry Kasparov mit Deep Blue noch ein echter Hochleistungsrechner gegenüber. Deep Fritz dagegen kann heute mit seiner bescheidenen Ausstattung ebenfalls 3,5 Millionen Stellungen analysieren.

Kramnik hatte zu Beginn der Serie mit zwei Siegen überrascht. Offenbar konnte er hinter der Spielweise seines Gegenüber trotz allem doch eine gewisse Natur erahnen und entsprechend darauf reagieren. Im Verlauf der weiteren Partien konnte Deep Fritz dann aber durch Schnelligkeit und eine ermüdungsfreie Kondition Punkte gutmachen.