D21 warnt vor Job-Killer Internet

Management

Schröder soll gegensteuern, fordern die hauptamtlichen Visionäre

Die zunehmende Nutzung des Internets in Wirtschaft und Verwaltung lässt nach Ansicht des Initiators der Multimedia-Initiative D 21, Alfons Rissberger, die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland weiter steigen. “Geistige Routinearbeit wird wegrationalisiert. Das wird in den kommenden Jahren eine Million Jobs kosten. Nicht vier, sondern fünf Millionen Menschen werden dann Arbeit suchen”, sagte Rissberger der Nachrichtenagentur dpa in Schwerin.

Bundeskanzler Schröder müsse deshalb für eine Kehrtwende in der Arbeitsmarktpolitik sorgen. Die Initiative D 21 ist ein Zusammenschluss von etwa 300 führenden Firmen und Institutionen, der Schröder volle Unterstützung zugesagt hat.

Rissberger forderte den Kanzler auf, der Debatte um eine Neuverteilung von Arbeit und Wohlstand nicht auszuweichen und sich in dieser Frage ebenfalls an die Spitze zu stellen. “Auch gegen den Widerstand der Gewerkschaften. Denn weniger arbeiten bei vollem Lohnausgleich wird nicht funktionieren. Die Gewerkschaften werden sich ebenso den Realitäten fügen müssen, wie Top-Manager, deren Gehälter wieder auf ein akzeptables Maß zurückzuführen sind”, so Rissberger.

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