Messe-Kater in Las Vegas: Comdex in der Klemme

Management

Aussteller sparen sich teure Messestände

Die US-amerikanische IT-Messe Comdex steckt tief in der Krise. Am Tag der Eröffnung in Las Vegas wurde bekannt, dass der Veranstalter Key-3-Media möglicherweise noch in dieser Woche Insolvenz anmelden muss.

Damit schlägt die Krise in der Branche nicht nur auf CeBIT und Systems durch, sondern eben auch auf den großen Messe-Rivalen in den Vereinigten Staaten. Während vor zwei Jahren im Herbst noch 200 000 Besucher zur Comdex pilgerten, werden es in diesem Jahr nur noch 125 000 sein, so die Erwartungen.

Key-3-Media musste bereits die Hälfte seiner 600 Mitarbeiter entlassen, andere Messen komplett absagen und einen Quartalsverlust von 300 Millionen Dollar ausweisen. Das Unternehmen appelliert nun an die großen Unternehmen, wieder direkt auf der Messe auszustellen und nicht nur eigene Informationsveranstaltungen rund um die Comdex durchzuführen.

In der Bundesrepublik sieht es nicht sehr viel besser aus. Die CeBIT erwartet für den kommenden März zwar einen Ausstellerrückgang um 12 Prozent, hofft aber auf eine Konsolidierung und positive Effekte durch die Verkürzung auf sieben Messetage ab 2004. Die Münchner Systems allerdings hatte die Zahl der Messehallen im Vergleich zum Vorjahr fast halbieren müssen – die Zahl der Besucher war um ein ganzes Drittel auf nur noch 80 000 geschrumpft.