US-Report verspricht: keine Massenentlassungen mehr

Management

…aber AT&T feuert en gros

Die Deutsche Telekom mag Tausende auf die Straße setzen, doch in Amerika fallen die Entlassungswellen jetzt flacher aus. Das ist einem Bericht der American Electronics Association (AeA) zu entnehmen, einer Industriegruppe, die ein breites Spektrum an US-Hightech-Firmen repräsentiert.

Im Juni 2002 sollen demnach insgesamt nur 700 Jobs in technischen Berufen verloren gegangen sein. AT&T zerstört allerdings diese hübsche Vorzeigezahl. Der Telefonkonzern schickt nämliche gerade wieder 1700 Mitarbeiter auf die Straße.

Betroffen ist die Breitbandsparte beziehungsweise die Comcast Corp., die mit AT&T verschmelzen soll. Die Mitarbeiter müssen jedoch nicht alle auf einmal gehen. Am Dienstag erhielten erst einmal 635 Personen die Kündigung. Die anderen Stellen will das Unternehmen innerhalb von sechs bis acht Monaten frei räumen.

In den vergangenen zwei Jahre haben insgesamt 437 000 Menschen aus der Informations- und Kommunikationsbranche ihre Arbeit verloren, rechnet der AeA-Report vor. Demgegenüber standen im Juni dieses Jahres 5,3 Millionen Beschäftigte, die für Hightech-Firmen in den USA tätig waren. Im Vergleich dazu arbeiteten Mitte 1990 rund 4 Millionen Personen in der Branche. Im März 2001, als das Geschäft brummte, waren es rund 5,7 Millionen.