Telearbeit nimmt zu – aber nur zeitweise

Management

Führungsstil in Unternehmen bremst mehr als die Technik

Die Zahl der Telearbeitsplätze in der EU hat sich innerhalb der vergangenen drei Jahre auf mehr als 20 Millionen verdoppelt, das entspricht etwa 13 Prozent der Erwerbstätigen. In Deutschland hat die sich die Zahl einer repräsentativen Umfrage des Bonner Marktforschungsinstituts Empirica zufolge auf 6 Millionen sogar fast verdreifacht.

Den großen Zuwachs führt Empirica vor allem auf die gestiegene Zahl der so genannten supplementären Telearbeit zurück, bei der selbständige und mobile Mitarbeiter die Telearbeit ergänzend zur Arbeit im Büro nutzen. Die klassische Telearbeit, bei der Angestellte permanent oder zumindest an einem Arbeitstag pro Woche von zu Hause arbeitet, stagniere dagegen bei etwa 2 Prozent der Erwerbstätigen.

Innerhalb der EU liegen die Niederlande und die skandinavischen Länder hinsichtlich der Verbreitung an der Spitze. Deutschland und Großbritannien belegen der Umfrage zufolge Plätze im vorderen Mittelfeld, während Frankreich und Spanien weiterhin am Ende der Liste zu finden sind.

Aus Sicht der Befragten ist das Potenzial von Telearbeit noch lange nicht ausgeschöpft: Knapp 30 Prozent bezeichneten ihren Job als telearbeitsfähig.

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