Intel bricht Patent-Gespräche mit Intergraph ab

Management

… jetzt haben die Gerichte wieder das Wort

Ohne Erfolg haben die CEOs von Intel und Intergraph ihre Gespräche über die Beendingung eines lange schwelenden Patentstreits abgebrochen. Damit liegt die Initiative wieder bei den Gerichten.

Die beiden Firmenlenker Craig C. Barrett von Intel und James Taylor von Intergraph hatten sich in Dallas getroffen, um das Kriegsbeil zu begraben. Dazu hatte sie ein US-Gericht verdonnert: Der für den Patentstreit zuständige Richter John Ward hatte angeordnet, die beiden Manager sollten den verfahrenen Karren selbst aus dem Dreck ziehen.

Bei dem seit drei Jahren anhängigen Verfahren geht es um die Verwendung von Techniken zur parallelen Verarbeitung von Instruktionen in Prozessoren. Der Technologieanbieter Intergraph hatte Intel verklagt, weil dieser in seinem 64-Bit-Prozessor Itanium Patente verletzt haben soll.

Die beiden Unternehmen sind sich gegenseitig spinnefeind, obwohl Intergraph früher auch leistungsstarke Workstations mit Intel-Prozessoren hergestellt hat. 1997 hatte Intergraph bereits in einer anderen Sache einen Patent-Prozess gegen Intel angestrengt und 300 Millionen Dollar Schadenersatz erstritten.

Der Richter erklärte nach dem Scheitern der Gespräche, er werde nun bis Mitte Oktober seine Entscheidung vorlegen.