Private E-Mails verursachen mehr Kosten als Spamming

Management

Die Effektivität der Mitarbeiter geht flöten

Spam-Mails sind ärgerlich für die Unternehmen, denn die ungewollten Werbebotschaften verursachen Kosten. Doch das ist noch gar nichts im Vergleich zu dem Aufwand, den private E-Mails hervorrufen, die von Freunden, Bekannten und Verwandten an die Mitarbeiter geschickt werden.

Das ist das Ergebnis einer Befragung von rund 1000 Beschäftigten, die von der Firma Surf Control in Auftrag gegeben wurde. Das Unternehmen stellt Filtersoftware her, die ungewünschte Mails aus dem Verkehr zieht.

Demnach bekommt jedes Unternehmen statistisch gesehen rund 1500 E-Mails pro Jahr mit privatem Inhalt. Das sind bis zu 30 Kettenbriefe, Witze, Videoclips und Bilder pro Mitarbeiter und Woche.

Im Vergleich dazu kommen die Spam-Mails pro Firma auf eine Summe von 1400 Stück, errechnen die auf Internet spezialisierten Marktforscher von Jupiter Media Metrix (JMM). Das entspricht wöchentlich zirka 26 unerwünschten Werbebotschaften.

Die JMM-Analyse geht davon aus, dass der Produktivitätsverlust, der auf eine Spam-Mail zurückzuführen ist, mit 1 Dollar angegeben werden kann. Übertragen auf die privaten E-Mails wären das bei einem Unternehmen mit 500 Mitarbeiter nahezu 370 000 Dollar pro Jahr. Einen möglichen Gewinn an Motivation ließen die Statistiker unberücksichtigt.

Firmen, die genauer wissen wollen, wie viel Geld durch einen laxen Gebrauch des Internets verloren geht, finden auf der Web-Seite von Surf Control einen Rechner (surfcontrol.com/resources/roi-calculator.aspx).