Portale für Mitarbeiter: Die Anfänge sind gemacht

Management

Personalwesen im Intranet ist auch für Siemens ICM eine Option

Der Siemens Bereich Information and Communication Mobile (ICM) in München hat ein neues Intranet-Unternehmens-Portal in Betrieb genommen. Die rund 30 000 Siemens-ICM-Mitarbeiter haben mit ihrem neuen Portal partielle Möglichkeiten, Human-Resource-Anwendungen zu nutzen.

Durch einen personalisierten Zugriff können sie darüber hinaus die Inhalte und Dienste abrufen, die für ihre Aufgaben und das Arbeitsumfeld relevant sind. Dies sind zum Beispiel Meldungen, Hotlines oder Arbeitsmittel, die dezentral gepflegt werden. So lässt sich über das Portal Hardware bestellen. Darüber hinaus bietet das Intranet Zugriffe auf das Knowledge-Management- oder Facility-Systeme; beispielsweise enthält es Standort- und Mitarbeiterverzeichnisse.

Technisch basiert das Portal auf dem Content-Management-System von Interwoven, dem Application-Server und Personalisierungs-Server von ATG und setzt auf verschiedenen Unix-Servern auf. Langfristig soll das Unternehmens-Portal auch in den im Aufbau befindlichen Siemens-weiten Single-Sign-On-Dienst integriert werden.

Der nächste wichtige Schritt jedoch wird die Migration auf die SAP-Plattform Mysap Enterprise Portal sein, die derzeit von Siemens eingeführt wird. Auch diese Aufgabe wird die Dortmunder Beratungs-, Realisierungs- und Integrations-Firma Materna GmbH unterstützen.

Zur Nutzung von Portalen für die Mitarbeiterführung liegt jetzt eine Studie von Peoplesoft vor. Der Hersteller von Human-Resource- und anderer betriebswirtschaftlicher Standardsoftware, hat zusammen mit dem Markt- und Meinungsforschungsunternehmen Online Personalleiter in deutschen Unternehmen mit mehr als 2000 Beschäftigten nach ihren Aktivitäten und Wünschen gefragt. 124 Personen gaben Auskunft.

Dabei stellte sich heraus, dass nur 43 Prozent der Personalabteilungen über ein Budget zum Aufbau von Self-Service-Angeboten für Mitarbeiter verfügen. Lediglich 27 Prozent bezeichneten ihrer Mittel als ausreichend. In der Konsequenz wünschen sich die Personalverantwortlichen Finanzspritzen für entsprechende Maßnahmen.

So kann bislang nicht einmal ein Fünftel der befragten Unternehmen (19 Prozent), den Mitarbeitern anbieten, seine Stammdaten zu ändern. Über das Internet können es sogar nur 13 Prozent.

Dagegen liegen die Fortbildungskataloge überwiegend in elektronischer Form vor. 72 Prozent der Befragten bieten den Mitarbeitern über ein Intranet Zugriff auf entsprechende Informationen. Eine direkte Einschreibung in einen dort angebotenen Fortbildungskurs ermöglichen jedoch nur 51 Prozent.