Windows – aber ausfallsicher

Management

Stratus modernisiert Serverlinie

Einen ausfallsicheren Server für die Unternehmensebene hat Stratus Technologies auf den Markt gebracht. Die Vier-Wege-Maschine “ftServer 6500” läuft unter Windows 2000; der Hersteller verspricht eine Verfügbarkeit von 99,999 Prozent – das entspricht einer Ausfallzeit von etwa fünf Minuten pro Jahr.

Die Maschine ist vollständig redundant ausgelegt, so dass der Ausfall eines Moduls nicht zum Absturz führt. Eine Vier-Wege-Maschine verfügt dementsprechend über acht Prozessoren.

Das Betriebssystem ist Original Microsoft und keine irgendwie angepasste Version. Dennoch, so der Hersteller, sei damit die genannte Verfügbarkeit zu erreichen. Das Geheimnis: Sämtliche Treiber sind auf hohe Verfügbarkeit optimiert. “Der gefürchtete ‘Blue Screen’ wird praktisch immer von fehlerhaften Treibern verursacht”, erklärt ein Unternehmenssprecher den scheinbaren Widerspruch. Der Rechner verarbeite normale Windows-Anwendungen “out of the box” ohne irgendwelche Modifikationen.

Neben dem Vier-Wege-Modell 6500 bringt Stratus aktuell noch ein kleineres Modell mit maximal zwei logischen – also vier “echten” – Prozessoren auf den Markt. Dieses trägt die Typenbezeichnung 5240 und ist in der betrieblichen IT-Hierarchie eine Etage tiefer angesiedelt. Gemeinsam ist den beiden Neuerscheinungen die Ausstattung mit Hyperthreading-fähigen Intel-Xeon-Prozessoren, die gegenüber “gewöhnlichen” Xeons bis zu 30 Prozent mehr Leistung bringen sollen.

Stratus will die fehlertoleranten Maschinen in Bereiche verkaufen, in den unternehmenskritische Anwendungen wie E-Commerce, Supply Chain Management, oder Datenbanken mit besonders hohen Anforderungen an die Verfügbarkeit laufen sollen. Zum Kundenkreis zählen Callcenter, Banken oder Anwender aus dem Bereich öffentliche Sicherheit.