Cisco-Partner Cambrian geht baden

Management

Cisco-Netzwerkprojekte geraten zunehmend in Verruf

Der amerikanische Regionalcarrier Cambrian hat sich unter Gläubigerschutz begeben. Der US-Telco ist damit einer von vielen Carriern, die Cisco unterstützt und mit finanziert hat, die das Zeitliche segnen. Damit, so befürchten Branchenkenner, werde aus dem einstigen Gütesiegel “Cisco-powered Network”, das sich viele solche Carrier gegeben hätten eher so etwas wie ein Warnschild.

Der Konzern hat nun bei dem jüngsten Fall Außenstände von 69 Millionen Dollar zu beklagen. Außerdem fällt ein weiterer Kunde weg, der ausschließlich bei Cisco eingekauft hatte. Und zwar hatte Cambrian den Mut, als so genannter “Early adopter” für viele Router und Switches aufzutreten, die erst nach dem Kauf durch den regionalen Operator den richtigen Durchbruch hatten.

Für Cisco sind die in den Sand gesetzten Finanzierungen zwar “Peanuts”, da die Investitionen selten im zweistelligen Millionenbereich lagen. Allerdings sind nach einer Meldung des Branchenmediums Light Reading inzwischen fast alle dieser kleinen Investitionen in Mittelständler verflossen. CEO John Chambers wies kürzlich aber auch darauf hin, dass die Projektgeschäfte generell schleppender als noch vor einem Jahr anlaufen. Auch dies dürfte sich früher oder später in der Bilanz zeigen.