Steve Ballmer lobt Wiener E-Government-Projekt

Management

… und besucht auch das Rheinland

Microsoft-Präsident Steve Ballmer tourt durch Europa. Nach dem gestrigen Kurzbesuch in Wien ist Ballmer mit dem rheinland-pfälzischen Ministerpräsident Kurt Beck zusammengetroffen. Thema der Gespräche soll die weitere Zusammenarbeit zwischen dem Land und dem Computer-Unternehmen gewesen sein. Seit 1999 gibt es eine Kooperation beim Ausbau von Angeboten der öffentlichen Verwaltung im Internet.

Beck werde in Mainz auch die Lizenzpolitik von Microsoft ansprechen, die für die öffentlichen Verwaltungen zusätzliche Bindung und Kostendruck verursache, hatte seine Staatskanzlei vor dem Treffen mitgeteilt. Die Grünen im Landtag verlangten, Beck solle sein Missfallen über die Lizenzpolitik von Microsoft deutlich machen.

In Österreich gab es dagegen keinerlei Kritik. Im Gegenteil: Es wurde eher gebauchpinselt. “Österreich ist im Bereich E-Government weltweit führend”, lobte Ballmer. Ein Projekt, an dem zwei Microsoft-Mitarbeiter 70 Tage gearbeitet haben, sieht der Manager daher nicht so sehr als Geschenk an Österreich. Vielmehr sei der Pilot auch für Microsoft “extra interessant”, berichtet die heimische Presseagentur.

Dass die österreichische Verwaltung nach dem Pilotprojekt künftig ausschließlich auf Microsoft setzt, hofft Ballmer angeblich nicht: “Wir rechnen damit, dass wir einen fairen Teil der Aufträge bekommen. Wir machen uns aber keine Illusionen, dass Österreich nicht auch mit anderen Anbietern zusammenarbeiten wird”, konstatierte der Microsoft-Chef.