Qwest-CEO strapaziert Durchhalteparolen

Management

Gerüchten will er ein Ende setzen

Qwest, einer der drei größten TK-Anbieter in den USA, wird voraussichtlich doch keinen Gläubigerschutz beantragen. Wenn man den Worten von CEO Richard Notebaert Glauben schenken darf, stellt sich die Option, bankrott zu gehen, für das gebeutelte Unternehmen gar nicht. Auf einer Konferenz des Investmenthauses Morgan Stanley Dean Witter in Florida wies er jede Spekulation in dieser Richtung weit von sich.

“In den 90 Tagen, seit ich im Amt bin, habe ich den Begriff ‘Chapter 11’ nie vernommen – außer von außerhalb des Unternehmens”, sagte er. Notebaert betonte, dass Qwest sich derzeit wegen Gläubigerschutz nach Kapitel 11 des amerikanischen Insolvenzrechts nicht beraten lasse und das auch auf absehbare Zeit nicht vorhabe.

Die Gerüchte waren aufgekommen, nachdem durch den Worldcom-Niedergang der TK-Markt weltweit eingebrochen war und Opfer von nahezu jedem international operierenden Telco forderte. Qwest galt als großer US-Anbieter lange als der nächste Pleitekandidat. Richard Notebaert gebietet dem Einhalt: “Wir haben unsere finanziellen Schwierigkeiten im Griff.”