Entern verboten: Microsofts XP-Update erschwert Piraten das Leben

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Intelligente Schlüssel zur Produktaktivierung

Mit dem ersten Service Pack (SP1) für Windows XP will Microsoft ein paar Sicherheitslöcher stopfen aber auch das Laufzeitverhalten an einigen Stellen verbessern. Interessante “Seitenaspekte”, wie Microsoft-Sprecher Thomas Baumgärtner es nennt, betreffen jedoch auch die Produktaktivierung und dürften nicht bei allen Nutzern auf Gegenliebe stoßen.

Um die XP-Programme nutzen zu können, erhalten die Kunden einen Schlüssel, zum Beispiel auf einer CD, die zum Produkt gehört. Der wird bei Microsoft telefonisch oder per Internet angegeben. Im Gegenzug erhalten die Benutzer eine Nummer zurück, die unter anderem Hardware-Informationen enthält. Damit wird Windows XP auf einer bestimmten Hardware lauffähig.

Dieses Verfahren war schon vor der Einführung von XP heiß diskutiert, da viele Nutzer von Microsoft-Produkten ihre Software gar nicht oder nur teilweise lizenziert hatten. Außerdem waren schon bald zwei Produktschlüssel entziffert und im Internet veröffentlicht.

Mit dem SP 1 will Microsoft nun verhindern, dass Updates auf Produkten möglich sind, die mit Hilfe der illegalen Schlüssel aktiviert worden sind.

Nach wie vor soll es möglich sein, den Produktschlüssel per Telefon zu erfragen. Doch während hier seitens Microsoft eine 25stellige Nummer genannt wird, findet der Abgleich im per Web über die volle Länge des Schlüssels statt.

Außerdem wird der Volume-Leistungs-Key, den Großkunden für die Installation auf ihren Servern erhalten, nun verschlüsselt. Eine Aktivierung von Windows XP in großen Installationen ist für die Benutzer unzumutbar. Es gibt nur eine Aktivierungsnummer, die sich dann zentral auf den Festplatten von Servern befinden. Bisher in unverschlüsselter Form, ab dem 2. Oktober aber kryptografiert. Zu diesem Zeitpunkt soll das SP 1 verfügbar sein.