Microsoft lässt kriminelle Angestellte in den Kerker werfen

Management

Harte Maßnahmen: Vom Ledersessel in die Zelle

Microsoft schickt erneut einen Ex-Angestellten ins Gefängnis. Der 43-jährige Richard Gregg, ehemaliger Projektleiter für Windows-Entwicklungen, wurde am Montag wegen illegalen Software-Handels verhaftet. Er hatte weit über 5000 Softwarepakete im Wert von 17 Millionen US-Dollar über den Mitarbeiter-Einkaufspreis erworben und diese mit Gewinn auf dem Schwarzmarkt verscherbelt.

Zusätzlich wurde der Verdächtige nach Angaben der Polizei und der Washingtoner Staatsanwaltschaft wegen E-mail- und Computerbetrugs in 62 Fällen verklagt. Gregg, der die Vorwürfe abwies, wurde bereits Ende 2002 von seinem Posten bei Microsoft entlassen. Laut Anklageschrift betrieb er die illegalen Geschäfte zwischen Januar bis Dezember 2002.

Richard Gregg und ein weiterer krimineller Angestellter, der ebenfalls Ende vergangenen Jahres wegen Missbrauchs der Mitarbeiterrabatte aufflog und bereits verurteilt wurde, waren laut Microsoft die Auslöser für verschärfte Diebstahlsicherungen, die noch im vergangenen Jahr vorgenommen worden waren. Interne Produktbestellungen werden seither stärker kontrolliert als bisher. Zusätzlich würden verdeckte Ermittler eingesetzt, um weitere Betrüger aufzuspüren, hieß es.