Asiens Mobilfunker leiden unter SARS

Management

Videokonferenzen können Umsatzverluste nur teilweise auffangen

Die starken Reisebeschränkungen internationaler Unternehmen wegen der grassierenden Lungenkrankheit SARS für den südostasiatischen Raum wirken sich auch bei den Mobilfunk-Anbietern der Region spürbar aus. Denn sie machen mitunter einen beträchtlichen Teil ihrer Umsätze mit Roaming-Gebühren, also Aufschlägen für Nutzer aus fremden Netzen, die Anrufe entgegennehmen oder selbst tätigen.

Die Gewinnspannen sind bei den Gastnutzern weit höher als bei den Bestandskunden. Deshalb haben die Unternehmen in Hongkong oder Singapur sich gerne darauf gestützt. Jetzt aber setzt die Investmentbank Merril Lynch bereits ihre Gewinnerwartung beispielsweise für Smartone Communications aus Hongkong um 10 Prozent nach unten.

Andere Unternehmen melden dagegen eine erhöhte Nachfrage nach Telekonferenzen und anderen Internetdiensten. Ähnliche Effekte hatten auch die Terroranschläge vom September 2001 ausgelöst.