Deutsche IBM streckt sich nach der Decke

Management

Massive Investitionen für on-Demand E-Bizz

“IBM Deutschland ist kein Sanierungsfall”, betont der neue Statthalter von Big Blue, Walter Raizner, im Gespräch mit der Financial Times Deutschland. Zwar werde unter seiner Führung jetzt auch die deutsche Gesellschaft umgebaut. Das stehe aber im Zusammenhang mit der weltweiten Ausrichtung auf “E-Business-on-Demand”, so Raizner.

Er hatte vor vier Wochen überraschend den langjährigen Geschäftsführer Erwin Staudt abgelöst, der in den Aufsichtsrat wechseln soll. Staudt hatte nach seiner Demission Versäumnisse im Management eingeräumt.

Nun aber will IBM über die kommenden drei Jahre hinweg weltweit rund 10 Milliarden Dollar investieren, um den Markt auf das Konzept der umfassenden IT-Dienstleistungen vorzubereiten. Damit sollen auch Systeme, Rechenleistung, Speicher und Geschäftsprozesse ähnlich wie Elektrizität und Wasser zur Verfügung gestellt werden. Abgerechnet wird nach IBM-Vorstellungen dann nach Verbrauch, was Informationstechnologie wesentlich flexibler einsetzbar macht.