Krisenkommunikation ist vornehmste Manager-Pflicht

Management

Webbasierte SW-Lösungen kommen

Damit das Internet sich nicht zur virtuellen Gerüchteküche entwickelt, das eigene Unternehmen schlimmstenfalls totgesagt wird und dadurch wichtige Zeit und Aufträge verliert, bieten immer mehr Software-Unternehmen webbasierte Hilfe an. Unter dem Stichwort “Krisenkommunikation im Web” wollen die Kommunikationschefs in den nächsten drei Jahren 180 Prozent mehr in diesen Bereich investieren.

Mehr als die Hälfte will daher Softwarelösungen einkaufen. 2002 tat dies nur jedes fünfte Unternehmen. Zu diesen Ergebnissen kommt eine Studie der Net-Federation Interactive Media und des F.A.Z.-Instituts, für die Führungskräfte aus 100 Unternehmen in Deutschland, Österreich und der Schweiz befragt wurden.

In der Krise wird das Web schnell zur virtuellen Gerüchteküche, so die Beobachtung. Nur ein Viertel der Entscheider erkennen diese Gefahr offenbar nicht und haben daher nicht vor, bis 2005 auf diesen Investitionstrend in Kommunikation für Krisenzeiten aufzuspringen.

Mehr als die Hälfte der Entscheider will aber vermehrt in Softwarelösungen für das Krisenmanagement investieren. 2002 waren es gerade einmal ein Fünftel. Ziel ist es, relevante Teilöffentlichkeiten schnell mit einer eigenen Sicht der Dinge zu versorgen.

Um im Ernstfall zielgenau und zeitnah kommunizieren zu können , wenden viele der Befragten bereits die einfachste und effektivste Strategie an: den Aufbau von Dark-Sites. Diese im Hintergrund vorbereiteten Seiten enthalten Informationen zu Krisenszenarien. Sie werden im Notfall online geschaltet und ersetzen die Standard-Homepage.