“Dotbombs” detonieren nicht immer

Management

Wenn Start-ups wieder an den Start gehen

Mitarbeiter ehemaliger Start-up-Unternehmen aus der Hochzeit der Technologie-Branche machen aus der Not eine Tugend: Sie sind jung, sie sind arbeitslos und – sie machen eine eigene Firma auf.

Ein Beispiel liefern jetzt frühere Sales-Mitarbeiter des Breitband-Anbieters ADC. Sie nennen sich “Photonic Sales International” und bieten als Sales-Organisation ihre Verkaufskenntnisse auf dem Markt mit optischen Produkten an. “Es hat Jahre gedauert, bis wir ein Weltklasse-Sales-Team aufgebaut hatten. Das wollten wir nicht verlieren”, sagte Paul LaFond, ehemaliger ADC-Sales-Mann und Initiator des neuen Unternehmens, gegenüber einem US-Nachrichtendienst.

Innovation ist gefragt, denn so schnell, wie manche ein Mitglied der Dotcom-Familie wurden, so rasch waren sie wieder draußen und galten von nun an als Teil der Dotbombs, wie die gescheiterten IT-Jungfirmen nach dem Zusammenbruch des Hypes genannt wurden.

Ähnlich erging es auch den Mitarbeitern von Sifam, einem Hersteller von Fibre-Optic-Produkten. Als Start-up auf den Markt gekommen, von JDS Unishere gekauft, umgehend abgestoßen – und nun mit insgesamt 43 Mitarbeitern wieder da.

Es klappt aber nicht bei allen. Der Laser-Hersteller Coretek hat es nicht geschafft. Erst wurde die Firma von Nortel gekauft, die dann die Photonic-Sparte wiederum veräußerten – ohne Coretek. Der Coretek-Chef wollte zurück ins Geschäft, musste aber aufgeben.

Dennoch – jede positive Nachricht aus der gebeutelten Branche tut gut.