“Moore’s Law” gilt noch

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Chip-Power verdoppelt sich alle 20 Monate, aber: Tendenz abnehmend

40 Jahre nach der ersten Aussage von Gordon Moore ist das Gesetz noch in Kraft, zumindest annähernd. 1965 prophezeite der heute 74-jährige Mitbegründer des Halbleiterherstellers Intel, dass sich die Chip-Geschwindigkeit, also die Taktrate des Prozessors, alle 20 Monate verdoppeln werde. Inzwischen geht es nicht mehr ganz so schnell, aber: “Eine Dekade liegt noch vor uns. Die Technologie stoppt nicht wie ein Auto vor der Mauer”, erklärte Moore laut Reuters auf einer Veranstaltung in San Francisco.

Wenn die Hersteller unter anderem die Hitze in den Griff bekämen, die von immer mehr Transistoren auf kleinstem Raum ausgeht, dann sei eine weitere Beschleunigung durchaus möglich, so Moore. Kritiker dagegen vermuten, dass das Chipmaterial an sich und die Produktion der Halbleiter das Gesetz eines Tages aushebeln könnten.

Seit dem ersten Microprozessor vor 35 Jahren aus dem Hause Intel ist die Zahl der Transistoren auf dem Chip heute 300 Millionen Mal größer. Das bedeutet eine rund 80 Prozent höhere Leistung jedes Jahr.