Private Internetnutzung am Arbeitsplatz – Unheil oder Segen?

Management

Surf-Freibrief soll Leistungsbereitschaft fördern

US-Arbeitnehmer opfern mehr Freizeit im Internet für den Arbeitgeber, als sie am Arbeitsplatz aus privaten Gründen online verbringen. Das haben zwei Studien des Marktforschungsinstituts Rockbridge Association und der Universität von Maryland ergeben.

Bei 500 befragten Nutzern ergab sich: Arbeitnehmer, die sowohl im Büro als auch zuhause über einen Internetzugang verfügen, verbringen durchschnittlich rund 4 Stunden die Woche mit privatem Surfen am Arbeitsplatz. Ausgleichend hierfür investieren sie jedoch wöchentlich etwa 6 Stunden ihrer Freizeit für ihren Arbeitgeber im Internet.

Somit schade das private Surfen den Unternehmen überhaupt nicht, so die Schlussfolgerung der Studienautoren. Im Gegenteil werde ein Teil des Arbeitsaufwands in die Freizeit verlegt. Ein privates Surf-Verbot am Arbeitsplatz würde die Leistungsbereitschaft der Angestellten nur senken, so die Marktforscher.

Verschiedene deutsche Studien haben bisher vorgerechnet, den Arbeitgebern entstehe jährlich ein Schaden von mehr als 50 Milliarden Euro, weil die Mitarbeiter das Internet für private Zwecke nutzten und ihre Arbeit vernachlässigten.