Redhat will nur die Profis

Management

Härtere Gangart bei Lizenzen und Support

Der Linux-Distributor und IT-Dienstleister Redhat drängt seine Kundschaft mit unterschiedlichen Mitteln zu seinen ‘Advanced’-Produkten, um seine Stellung im B2B-Bereich zu festigen und das Geschäftsmodell zu stabilisieren. Zunächst wird der Support für ältere Lowend-Distributionen schneller eingestellt als bisher angekündigt. Im Gegensatz dazu sollen die Premium-Pakete bis zu fünf Jahre Support verpasst bekommen.

Nach eigenen Angaben hat Redhat allein im abgelaufenen Quartal bis Ende November 12 000 Lizenzen seines Advanced Server verkauft. Zum Vergleich: Hewlett-Packard setzt im Schnitt 15 000 HP-UX-Lizenzen pro Quartal ab. Im laufenden Quartal könnten es noch mehr Kunden werden, heißt es bei Redhat.

Die ersten Verlängerungen der neuen Support-Verträge stehen im Sommer an. Er sei optimistisch, dass vier von fünf Kunden erneut auf Redhat setzen werden, so CFO Kevin Thompson. Die Jahreslizenz beläuft sich auf immerhin 2500 Dollar.

Allerdings wolle sich das Linux-Softwarehaus in Zukunft weniger mit Unix messen, so Thomson weiter. Die Preise der Produkte würden sich so entwickeln, dass Redhat auch mit Microsofts Server-Produkten konkurrieren könne.

Die technische Voraussetzung dafür sollen eine ganze Reihe von neuen Produkten schaffen, die beispielsweise auch auf IBMs Z-Series zugeschnitten sein werden. Advanced Server 3.0 ist für den Herbst angekündigt.