Schach-Duell: Deep Junior zwingt Kasparow ins Remis

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Auch die Maschine leistet sich Fehler, aber keine Pause

In der zweiten Partie des Schachturniers “Mensch gegen Maschine” in New York hat der frühere Weltmeister Gari Kasparow nach eigenen Fehlern nur noch ein Remis erreicht. Die Eröffnungspartie hatte Kasparow für sich entschieden und damit die Hoffnung der Schachwelt auf einen Sieg des menschlichen Schachgenies genährt.

Der Großmeister konnte einen Angriff von ‘Deep Junior’ parieren und gleichzeitig eine eigene Offensive aufbauen. Dann sei er unaufmerksam gewesen und habe sich in eine schlechtere Position manövriert, so Kasparow nach Ende der Partie verärgert.

Das Schachprogramm auf Basis eines Rechners mit zwei AMD-Prozessoren nutzte diesen Vorteil aus und setzte wiederum Kasparow unter Druck. Mit dem 29. Zug bot Kasparow Remis an. Die Entscheidung darüber trafen dann aber die Entwickler von ‘Deep Junior’: Sie lehnten ab.

Schließlich Endete die Partie doch mit einem Unentschieden. Somit steht es 1,5 zu 0,5 für Kasparow, der vor sechs Jahren schon gegen den Vorläufer ‘Deep Blue’ ein Turnier gespielt – und verloren – hatte.

Schon in der Nacht auf Freitag steht die dritte von sieben Partien auf dem Programm.