Leserbriefe: Slammer und die Folgen

Management

Der digitale Fiesling sorgt für Gesprächsstoff – und viel Arbeit

Der Erfolg des SQL-Wurms ist faszinierend und erschreckend zugleich. Allein von Mitternacht bis Montag Mittag waren mehrere hundert Einträge über geblockte Connections in den Firewall-Logs.
Juergen Mayershofer, Buttenwiesen

In Tom Clancys “Ehrenschuld” ist genau eine solche Attacke beschrieben. Niemand möge bitte von so was überrascht sein.
Markus Laufmann, Grafing bei München

Sie meinen, die wichtigste Frage sei “Wer war das?” Ich meine: Wesentlich wichtiger ist die Frage, warum verantwortungsbewusste Geschäftsführer und CIOs Produkte einsetzen, von denen bekannt ist, dass sie unsicher sind. An den etwas höheren Kosten kann es nicht liegen. Nach einem solchen Virenbefall hätten sich die Ausgaben bereits amortisiert. Aber ich kenne zu viele Unternehmen, in denen die Geschäftsführer die EDV-Entscheidungen treffen und die CIOs sie ausbaden müssen.
Lothar Geyer, Kaiserhammer

Zwar ist es richtig, dass die Schwachstelle bereits vor geraumer Zeit von Microsoft adressiert wurde. Es zeigt sich aber auch, dass Microsoft solche Probleme offenbar nicht adäquat lösen kann. Abhilfe kann da ein professionelles Management-Tool wie das Redhat-Network schaffen, mit dem Patches und Sicherheits-Updates automatisch bereitgestellt werden. Dessen Mitglieder hatten die Schwachstelle, die der Wurm ausnutzte, lange vor dessen Auftauchen behoben.
Marcus Birke, Puchheim

Ob es nun wirklich Terroristen sind, die hinter aktuellen Viren stecken, oder auch nicht, ist eigentlich belanglos. Entscheidend ist doch, dass schlechterdings niemand die pure Möglichkeit bestreiten würde. Ebensowenig, wie jemand bestreiten würde, dass angesichts einer Gefahr, die zumindest im monetären Bereich die Folgen der Anschläge des 11. September weit hinter sich lassen würde, die Wachsamkeit der Admins sträflich niedrig ist.
Angesichts der (noch) geringen Gefahr, die Viren unter Linux darstellen, sei die Frage erlaubt, ob nicht die Achse des Bösen auf Herrn Torvalds ausgedehnt werden sollte, der Terroristen und Diktatoren zumindest prinzipiell die Möglichkeit gibt, den “informationstechnischen Erstschlag” zu überstehen. UN-Inspektoren: Sucht auch nach Redhat und Konsorten!
Dirk Hüske-Kraus, Bad Oeynhausen

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