50 Prozent sind “drin”

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Endlich: die Hälfte der Deutschen ist am Netz

Nach einer Studie des deutschen Internetvermarkters Seven One Interactive wurde 2002 zum ersten Mal die “magische Grenze” bei der Anzahl der Internetnutzer überschritten. Demnach ist nun mehr als die Hälfte der deutschen Bevölkerung ab 14 Jahren mindestens einmal online gegangen. Mit 52 Prozent tummelten sich zirka 33,2 Millionen Bundesbürger im World Wide Web – das sind ein Fünftel mehr als im Jahr 2001. Noch in einer ARD/ZDF-Online-Studie im zweiten Quartal 2002 wurde der Durchbruch dieser Internetnutzerzahl für frühestens Ende 2003 vorausgesagt.

Im Vergleich zu der dynamischen Wachstumsrate der vergangenen Jahre ist die Verbreitung des Internets jedoch beträchtlich gesunken. Während man im Zeitraum von 1997-2000 eine Zuwachsrate von 60 bis 70 Prozent verzeichnete, verringerte sich das Wachstum bis zum Jahr 2002 auf 14 Prozent. Das lässt sich darauf zurückführen, dass der Zuwachs im vergangenen Jahr hauptsächlich den privaten Nutzern zuzuschreiben war.

Diese verbringen allerdings dafür täglich rund eine Stunde länger online, als noch im vorigen Jahr. Auch hat sich in den vergangenen Jahren eine Nutzungswende etabliert: statt dem früher beliebten Internet-Spaß für Neugierige, setzen die meisten Internetanwender die weltweite Datenbank heute routinemäßig und gezielt durch ansteuern von Favoriten ein. Die Bereiche Portale, Touristik, und Shopping werden hierbei am häufigsten genutzt. Laut Umfrage planen weitere 5,4 Millionen Bewohner Deutschlands in der ersten Jahreshälfte 2003 ins Netz zu gehen.