Berater nagen noch nicht ganz am Hungertuch

Management

Bonus-Kappung statt Belohnung

Im vergangenen Jahr haben die Spezialisten aus der IT-Beraterbranche deutlich weniger unterm Strich mit nach Hause gebracht als die Jahre zuvor. Starke Einschnitte bei den Bonus-Zahlungen blieben in der einst erfolgsverwöhnten Branche nicht aus. Unternehmens- und Managementberatungen ging es dergleichen, geht aus einer Umfrage unter 1150 Beratern durch den Branchen-Informationsdienst Top Consultant hervor.

Demnach haben 40 Prozent der Berater eine Nullrunde einstecken müssen. Während die Bonus-Zahlungen vor allem für Management-Berater meist bei 20 bis 30 Prozent und mehr lagen, mussten sie sich im vergangenen Jahr und auch im Jahr davor schon mit ihrem vertraglich vereinbarten Gehalt begnügen. Bonuszahlungen, wo überhaupt vorhanden, überstiegen die Grenze von 11,5 Prozent nicht.

Die Branchendienst-Mitarbeiter zeigten sich erstaunt von diesem Ergebnis. Sie hatten erwartet, dass die verbliebenen Berater nach den auch in diesem Bereich erfolgten Entlassungswellen mit einer nicht zu geringen Belohnung für die Mehrarbeit hätten rechnen können. Allenfalls hatten sie mit leistungsabhängigen Zahlungen gerechnet, die von den meisten Beratern ja auch den Kundenunternehmen empfohlen wird.