AOL zwingt Spam-Versender in die Knie

Management

25 000 Dollar für ein Stückchen elektronischen Werbemüll

Nachdem alle technischen Vorkehrungen nicht viel geholfen haben, könnte das Problem unverlangt zugesandter Werbe-Mails, also Spam, nun juristisch aus der Welt geschafft werden. Der Internet-Serviceprovider AOL war zumindest mit seiner Klage gegen einen der größten Spammer erfolgreich: Das Unternehmen wurde im US-Bundesstaat Virginia zu einer Geldstrafe von 7 Millionen Dollar verurteilt.

CN Productions hatte wie viele andere Spammer auch vor allem die Verzeichnisse von AOL nach gültigen Mailadressen durchforstet, um pornografische Angebote zu bewerben. Ein Gesetz des Bundesstaats Virginia sieht dafür allerdings eine Maximalstrafe von 25 000 Dollar für jede unverlangt verschickte Werbebotschaft vor.

Der Serviceprovider litt nach eigenen Angaben lange unter dem Ruf, die eigenen Nutzer nicht ausreichend vor der Werbeflut schützen zu können. Nachdem AOL-Chef Steve Case eine ganze Reihe von Maßnahmen durchgeführt hat, soll das Spam-Aufkommen inzwischen unter dem Schnitt liegen – normalerweise sind es derzeit 25 bis 50 Prozent.