T-Systems sucht Interessenten für Debis

Management

Die Gewinne sind schuld

Der IT-Dienstleister T-Systems will seine Debis-Sparte offenbar wieder loswerden. Nach einem Bericht der Nachrichtenagentur VWD suchen die Frankfurter einen Investor, der eine Minderheitsbeteiligung übernehmen könnte, oder aber den Bereich übernimmt, der jetzt unter ITS firmiert.

VWD nennt als mögliche Kandidaten Cap Gemini Ernst & Young, Siemens oder IBM und beruft sich dabei auf Quellen aus dem Unternehmen. Im Gespräch soll eine Summe von 2,5 Milliarden Euro sein, für 5,6 Milliarden sei die Telekom-Tochter auch bereit, die Sparte ganz zu verkaufen. Möglicherweise ist auch Daimler-Chrysler am ehemaligen Debis-Systemhaus interessiert.

Hintergrund der Spekulationen ist eine Steuerforderung auf Gewinne der ITS; ursprünglich sollten die Gewinne mit Verlusten an anderer Stelle verrechnet werden, was durch die Verzögerung einer weiteren Verschmelzung mit T-Systems aber nicht mehr möglich ist.

T-Systems ist es darüber hinaus offenbar nicht gelungen, die zugekauften Unternehmensteile vollständig zu integrieren. Sowohl von ehemaligen Debis- als auch von Diebold-Mitarbeitern ist zu hören, dass die Anbindung an die Mutter alles andere als optimal sei.