Asiaten bringen Schwung in Halbleiterbranche

Management

Von Konsolidierung und Langeweile keine Spur

In Asien tut sich was: Zunächst einmal möchte der Technikkonzern Fujitsu demnächst mit Toshiba zusammen eine Halbleiterfabrik bauen, um bei Betrieb und Aufbau zu sparen. Hier sollen beide Unternehmen ihre neueste Technik fabrizieren können – zu wesentlich niedrigeren Produktionskosten.

Fujitsu wies Spekulationen über eine weitergehende Kooperation mit Toshiba allerdings zurück. Es handele sich nur um gemeinsame Projekte. Von einer Fusion will Vice President Toshihiko Ono nichts wissen.

Nur die Vorteile haben auch die Konkurrenten von Hitachi und Mitsubishi im Sinn. Sie sehen die Chance, im neuen 300-Millimeter-Wafer-Werk der Konkurrenten selbst produzieren zu können. Sie tragen sich mit dem Gedanken an Outsourcing – all diejenigen Halbleiterhersteller also, die bislang bei Hitachi, Mitsubishi oder einem der unüberschaubaren Produktions-Joint-Ventures fertigen ließen.

Sowohl das japanische Wirtschafts- und Handelsministerium, als auch die einschlägigen Analysten zeigten sich erfreut: Im nicht ganz so blühenden Markt sei diese Bewegung ein gutes Signal und ermögliche vielen Herstellern eine effektive Produktion neuester Technik. Das wirke einer Monopolisierung entgegen, fasste ein Ministeriumssprecher zusammen. Diese Angst geht schließlich seit einem halben Jahr um. Vorwürfe richten sich vor allem gegen Hitachi und Mitsubishi.