EDS verkauft ATM-Abteilung

Management

Geldmangel scheint größer als erwartet

Der branchenführende IT-Dienstleister EDS hat seine Abteilung für Geldautomatendienste (ATM-Services), Consumer Network Services an das US-Unternehmen Fiserv veräußert. Für insgesamt 320 Millionen Dollar soll die Abteilung über den Tisch gehen, hofft der Konzern. Dieser Schritt gehöre zu der unternehmensweiten Restrukturierung und der Konzentration auf die Kernkompetenzen: Outsourcing, Planung, Projektierung und Beratung.

Schuld an dem plötzlichen Verkauf, so betonte das Management, seien die steigenden Kosten für den Rentenfonds. Anders als in Deutschland zahlen die Angestellten in betriebliche Rentenkassen ein, aus dem sie dann im Alter einen Geldbetrag erhalten können. Bei den Stellenstreichungen der letzten Monate hat EDS auch einige hundert Angestellte über 50 in die Frühpension geschickt, die erst Jahre später für Fondszahlungen vorgesehen waren – die per Lohnkosten eingesparten Dollars schlagen so teils als Rentenkosten wieder zu Buche.