Philips verspricht: Elektronisches Papier kommt noch 2003

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Anwendungsmöglichkeiten und Akzeptanz weiterhin im Nebel

Das so genannte elektronische Papier ist unter Forschern immer wieder als kleine Revolution gehandelt worden. Bis zur Marktreife hat es jedoch bislang nicht gereicht. Nach dem Willen des Elektronikkonzerns Philips soll sich das jetzt ändern. So will der Konzern bereits im zweiten Halbjahr 2003 die ersten Produkte auf den Markt bringen. Das Labor in Eindhoven soll dabei die Entwicklung vorantreiben.

Philips-Forscher Marc Johnson wirbt, das elektronische Papier sei millimeterdünn, lasse sich wie eine Zeitung zusammenrollen und könne mit digitalen Inhalten nach Belieben immer wieder neu gefüllt werden. Das sei das eigentliche Unterscheidungsmerkmal gegenüber herkömmlichen beschreibbaren Materialien.

An einer ganz ähnlichen Technologie arbeitet seit Jahren das renommierte Xerox Palo Alto Research Center (PARC). Über das Tochter-Unternehmen Gyricon Media sollten bereits im vergangenen Jahr die ersten Displays als Werbeflächen oder digitale Preisschilder in Supermärkten zum Einsatz kommen. Auch die Idee des elektronischen Papiers geht auf einen Forscher bei Xerox zurück.

Nun könnte Philips den Xerox-Forschern zuvorkommen. Philips will die Technologie auch für verschiedenartige mobile Displays nutzen. Den Prototyp eines ausgereiften, hauchdünnen Fünf-Zoll-“Monitors” können die Philips-Forscher bereits vorweisen.