Feuer unterm Dach bei Oracle

Management

E-Business-Manager wird kaltgestellt

In der Konzernzentrale des Softwaremultis Oracle in den USA fliegen die Fetzen. Top-Manager Mark Barrenechea, zuständig für Einführung und Entwicklung von Oracles E-Business-Produkten sei vorübergehend von seinen Aufgaben entbunden, teilte eine Firmensprecherin mit.

Zumindest die Sales-Struktur in Nordamerika soll nun in diesem Bereich vollkommen umgekrempelt werden. Die hektischen Maßnahmen, von denen die Belegschaft einem Bericht der New York Times zufolge am Donnerstag per Mail unterrichtet wurden, belegen die große Enttäuschung bei Oracle über die Aktivitäten im Bereich E-Biz-Software.

Die Umsätze sind unter Konzernchef Larry Ellison jetzt schon das sechste Quartal in Folge im Sinkflug. Applikationen, speziell für Buchhaltung und Personalwesen, waren mit Fehlern nur so gespickt, die Schwierigkeiten der Kunden bei der Installation wurden offenbar aber nicht ordentlich dokumentiert und für Nachfolgeversionen ausgewertet, heißt es bei der New York Times. All dies wird vor allem Barrenechea angelastet, der aber weiterhin bei Oracle beschäftigt sei, wie es heißt.

Seit Jahresanfang hat auch die Oracle-Aktie deutlich Federn lassen müssen: Das Papier verlor rund 26 Prozent seines Werts.