E-Government: Deutsche werden fitter

Management

Vorsprung der Skandinavier trotzdem vergrößert

E-Government, die Möglichkeit zum virtuellen Behördengang, erfährt in Deutschland immer mehr Zuspruch. Im vergangenen Jahr hat jeder vierte Bundesbürger die Online-Angebote von Bund, Ländern und Kommunen genutzt, teilte das Marktforschungsunternehmen Taylor Nelson Sofres in Berlin mit. Das ist ein Anstieg von 7 Prozent gegenüber dem Jahr 2000.

An erster Stelle steht die Informationsbeschaffung über individuelle Themen – 18 Prozent der Befragten nannten das als Motivation. Immerhin 7 Prozent der Nutzer haben bereits Formulare aus dem Netz geladen, um sich zumindest einen von zwei Behördengängen zu ersparen.

Die Nutzer bleiben aber auch gegenüber Online-Behörden sehr kritisch: Nur vier Prozent gaben an, sie hätten bereits persönliche Daten direkt über das Netz an eine Behörde weitergegeben. Allerdings sind die Möglichkeiten dafür noch immer sehr begrenzt, weil in der Regel persönliche Unterschriften auf Papier gefordert werden.

Im internationalen E-Government-Vergleich ist die Bundesrepublik trotzdem von Platz 13 auf den 18 Rang zurückgefallen. In Skandinavien wird die elektronische Abwicklung von Verwaltungsvorgängen sehr viel stärker forciert. In Schweden beispielsweise nutzen bereits 57 Prozent der Bürger die Online-Angebote der Verwaltung.

Befragt wurden insgesamt 29 000 Personen in 31 Ländern.