Applied Materials schwingt noch mal die Job-Sense

Management

Verhaltene Aussichten für kommendes Jahr

Der Halbleiterausrüster Applied Materials hat angekündigt, 11 Prozent seiner Belegschaft zu entlassen. Rund 1750 der weltweit 16 000 Beschäftigten sollen zum Jahresende gehen, hieß es in den USA. Applied Materials unterhält auch ein Büro in der Bundesrepublik, der Großteil der Fertigung wird aber im Silicon Valley und in Austin, Texas, abgewickelt.

Schon seit dem Terrorschock vom 11. September 2001 hat der Hersteller 3700 Beschäftigte entlassen. Nachdem gerade Prozessor-Multi Intel seine Investitionen um eine halbe Milliarde Dollar gekürzt hat und auch Ausrüster wie Teradyne Personal abbauen, könne man nicht anders, als ebenfalls auf die Kostenbremse zu treten, so die Begründung bei Applied Materials.

Der weltweite Halbleitermarkt wird derzeit auf 28 Milliarden Dollar beziffert. Die Umsätze der Ausrüster werden in diesem Jahr nach jüngsten Schätzungen um ein Viertel niedriger ausfallen als im Vorjahr. Für 2003 wird mit einem gleichbleibenden, bestenfalls leichtwachsenden Umsatz gerechnet. Mit einem Plus von 5 Prozent wären dann wohl alle Hersteller höchst zufrieden.