Microsofts Office 11 fordert neue Plattform

Management

Denn alte Windows-Versionen sind “zu unsicher”

Mit fehlender Abwärtskompatibilität hatte Microsoft vor langer Zeit zu kämpfen. Inzwischen ist der Applikations-Bruch im Hause Ballmer zur Produktstrategie avanciert. Denn die für Mitte kommenden Jahres angekündigte Version 11 der überaus erfolgreichen Office-Suite soll ausschließlich auf den Plattformen 2000 und XP laufen.

Sollten Unternehmenskunden also nicht auf Word, Excel und Powerpoint in der aktuellsten Version verzichten wollen, dann müssen sie in vielen Fällen zunächst bei Betriebssystemen oder sogar bei der Hardware aufrüsten. Denn nach IDC-Studien gibt es weltweit rund 750 Millionen angestaubte Firmen-PCs mit Windows 98 oder 95, deren Ausstattung die Installation von Windows XP unmöglich macht.

Ködern will der Microsoft-Konzern die Anwender mit neuen Collaborative-Funktionen, die in Office 11 integriert werden sollen. Aber schließlich sei der Umstieg auf Windows 2000 oder XP auch unter Sicherheitsaspekten geboten, so das Argument aus Redmond. Frühere Betriebssysteme verfügten nicht mehr über ausreichende Funktionen, um Unternehmensdaten angemessen absichern.

Bisher konnte Microsoft zwei Drittel seiner Umsätze mit dem Verkauf der Office-Suite erwirtschaften. Die allgemeine Investitionszurückhaltung der vergangenen zwei Jahre dürfte aber auch hier ihre Spuren hinterlassen haben. Zudem konnten immer mehr Kunden in den vorangegangenen Office-Releases keine wesentlichen Verbesserungen für sich entdecken. Das soll sich jetzt ändern, hofft Microsoft.