US-Firmen erzwingen Online-Rechnung

Management

Rabiate Methoden im Dienst der Wirtschaftlichkeit

In den USA versuchen immer mehr Unternehmen, ihre Kunden zur papierlosen Rechnung zu drängen. Nachdem die Online-Abwicklung von Rechnungsvorgängen bisher oft mit einem Nachlass, Gewinnen oder sonstigen Vergünstigungen belohnt wurde, gehen Versicherungen, Finanz und TK-Dienstleister inzwischen dazu über, für die Rechnung auf Papier zusätzliche Gebühren zu verlangen.

Zwar klagen viele Verbraucher über den Zwang, sensible Daten über das Internet zu erhalten, berichtet die New York Times. Allerdings beugen sich viele dem Wunsch ihrer Lieferanten, um monatliche Zahlungen zu vermeiden.

Firmen wie American Express, Netbank oder den Versicherer State Farm argumentieren, inzwischen seien 60 Prozent der US-Haushalte mit PC und Internetzugang ausgestattet. Bei Personal und Materialaufwand gebe es gerade im Rechnungsversand noch große Einsparpotenziale, die jetzt intensiver genutzt werden müssten.

In der Bundesrepublik versucht beispielsweise die Deutsche Telekom mit vergleichsweise niedrigen Gutschriften von einigen Euro, ihre Kunden für die Online-Rechnung zu erwärmen. Hierzulande ist der Lieferant allerdings gesetzlich auf die klassische Papier-Rechnung verpflichtet – reiner Online-Versand ist nur mit Zustimmung des Kunden möglich.