Hufnagl zieht sich zurück: T-Systems sucht neuen Chef

Management

Erst Debis integrieren, dann erst Ruhestand

Die Deutsche Telekom sucht einen neuen Chef für ihre Konzerntochter T-Systems. Derzeit liefen Gespräche mit möglichen Nachfolgern für Vorstandschef Christian Hufnagl, sagte Telekom-Vorstand Josef Brauner.

Aus gesundheitlichen Gründen wolle Hufnagl kürzer treten, er werde aber den “erfolgreichen Prozess der Integration des Debis Systemhaus in T-Systems” zum Abschluss bringen. Das dürfte sich schwieriger darstellen, als Brauner zugibt.

Die immer noch sehr unterschiedlichen Unternehmenskulturen und das entsprechende Mitarbeiterverständnis haben inzwischen zu mehr als nur feinen Rissen in der fusionierten Einheit geführt – in der Branche ein offenes Geheimnis.

Ob der künftige Geschäftsführer des Informationstechnik-Anbieters schneller gefunden wird als der Sommer-Nachfolger und ob er in den Vorstand aufrücken wird, ist noch nicht klar. Telekom-Chef Kai-Uwe Ricke baut den Vorstand massiv um und hat bis auf T-Systems die Chefs der Konzerntöchter in die oberste Führungsmannschaft berufen.

Für T-Systems, mit einem Umsatz von rund 12 Milliarden Euro und etwa 43 500 Beschäftigten das zweitgrößte Systemhaus Europas, ist im Vorstand derzeit Brauner kommissarisch verantwortlich.