IT-Investitionen: Nächstes Jahr geht’s wieder los

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Microsoft gewinnt, SAP verliert

Die IT-Chefs in den USA und Europa wollen 2003 wieder mehr Geld ausgeben. Das hat eine Umfrage der Investmentbank Merrill Lynch ergeben.

Das Kreditinstitut hatte 75 CIOs in den USA und 25 in Europa über ihre Investitionspläne befragt, meldet das Wall Street Journal. Unter den Befragten sah die größte Gruppe, nämlich 31 Prozent, im zweiten Quartal 2003 die Zeit für neue Beschaffungen gekommen. 18 Prozent wollen gleich im ersten Quartal ihre Scheckbücher wieder öffnen, 20 Prozent im dritten Quartal.

Einen Grund zum voreiligen Champagnertrinken sieht der Autor der Studie, Steven Milunuvich, jedoch nicht. Bevor die Anwender wieder zur Tat schritten, müssten in ihren Unternehmen zunächst wieder einige Rahmenbedingungen stimmen, an erster Stelle die Gewinnsituation. Deswegen sei realistischerweise mit einer spürbaren Belebung der Investitionstätigkeit nicht vor 2004 zu rechnen.

Ein weiterer Aspekt der Studie befasste sich mit der Frage, welche Anbieter aus der Sicht der Anwender an Bedeutung gewinnen beziehungsweise verlieren würden. Danach werden wohl Microsoft, Cisco, Oracle, Dell und IBM zu den Gewinnern einer anziehenden Konjunktur zählen. HP, Sun, der IT-Dienstleister EDS und der Softwarehersteller SAP hingegen werden aus der Sicht der CIOs an Bedeutung verlieren.