Bertelsmann schwimmt gegen den Outsourcing-Strom

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IT wird neu organisiert – hausintern

Der Medienkonzern Bertelsmann will seine Informationstechnik komplett umkrempeln und damit Geld sparen. Entgegen der zeitgeistigen Strömung zum Outsourcing behält das Unternehmen aber die gesamte IT im eigenen Haus.

Ab dem kommenden Jahr will der Konzern in den Regionen Nordamerika und Europa/Asien seine Rechenzentren und IT-Dienstleistungsabteilungen unter dem Dach so genannter “IT Shared Service Center” zusammenführen. Damit will die Bertelsmann-Führung ihre IT-Infrastruktur konsolidieren, die Datenbahnen konzentrieren und den Support vereinheitlichen. Ziel ist neben einer allgemeinen Steigerung der Effizienz eine satte Kostenersparnis: 60 bis 90 Millionen Euro will das Unternehmen so jährlich erwirtschaften.

Für die Umstrukturierung hat Bertelsmann ein Projekt namens Ignition – oder in der offiziellen Schreibweise: “ignITion” – aus der Taufe gehoben. Die Verantwortung dafür trägt Konzern-CIO Ragnar Nilsson. “Wir haben uns mit diesem Modell bewusst gegen den allgemeinen Trend des Outsourcing und für eine interne Lösung entschieden”, zitiert das Unternehmen seinen CIO in einer Pressemitteilung.

Wie der angestrebte Spareffekt realisiert werden soll, blieb zunächst offen. Insbesondere ist unklar, ob dafür ein Stellenabbau erforderlich sein wird.